Teichprojekt Tag 1

Teichtagebuch, Tag1
Am 28.01.2012 ging es endlich mit dem Teichprojekt los. Von Jens mit langem Atem geplant und vorbereitet, mussten wir nun endlich "richtig anpacken". Zum Glück hatte Dennis auch ein paar Leute samt schwerem Gerät (2 Traktoren) besorgt, sodass wir loslegen konnten. Erst einmal mussten wir "unsren Claim" abstecken. Es wurde das Infoschild aufgestellt,damit auch jeder weiß, wer(die Jungen Jäger) hier wofür (Teichumgestaltung) mit wessen Unterstützung (Bingo Umweltstiftung) Samstags schuftet. Schnell war das Schild eingegraben und die eigentliche Arbeit konnte beginnen. Zum Glück hatten wir einige Motorsägenprofis dabei, die wussten, wie man richtig Bäume fällt, damit sie in die richtige Richtung und nicht in den Teich fallen und damit auch keine Motorsäge im Holz stecken bleibt. So konnten Marco und Niklas hier einiges von den Experten lernen...
Waren die Bäume gefällt, konnten die von Tristan koordinierten Traktoren sie zum Ende der Nachbarwiese vorziehen, wo bereits fleißige Helfer darauf warteten, die Stämme aufzuasten und die entfernten Äste aufzuschichten, denn das nächste Osterfeuer kommt bestimmt. Vor allem Astrid geriet in einen Blut-, oder eher Harzrausch um ihre Kettensäge zu schwingen. Natürlich musste die Säge aber auch immer wieder im Anschluss steril gereinigt werden.
Der Mann pflegt am Wochenende sein Auto, die Frau von heute ihre Kettensäge!
Jens konnte inzwischen seine Teichwartpflichten nicht wahrnehmen, da er mit einer Nagelschere, die er doch tatsächlich liebevoll seinen "kleinen Bolzenschneider" nannte, einen alten Weidezaun zerschneiden musste. Die Chance nutzte Bernd, um die Oberaufsicht zu übernehmen. Jennis und Marcos Putschversuche gegen die neue Aufsicht scheiterten allerdings kläglich, da sie mit ihren Tannenzapfen nicht weit genug werfen konnten und Bernd konsequent an seinem "Amt" festhielt und als Politiker sicher schon anderen Gegenwind überstanden hatte.
Marten konnte dieses ganze Geplänkel dagegen nicht aus der Ruhe brignen und so waren er, Stefan und Kai die einzigen, die konsequent arbeiteten und sich nicht mit anderem Spielkram von der Arbeit abbringen ließen.
In der Zwischenzeit war Dennis sich wohl nicht so sicher, ob er hier die richtigen Leute engagiert hatte und ob ein Jagdschein wirklich eine besondere Zuverlässigkeit attestiert...
Als der Boden dank der zahlreichen Regenfälle an den vorherigen Tagen und den inzwischen zahlreichen darübergezogenen Bäumen völlig matschig war, konnte die Arbeit zum Mittag hin eingestellt werden. Vermutlich ist auch keiner im entstandenen Morast versunken, zumindest wurde keiner im Rahmen der Aktion "weich am Teich(boden)"vermisst. Jörg hatte sich liebevoll um sein Lagerfeuer gekümmert und jede einzelne kleine Flamme persönlich begrüßt, aber trotzdem wollten diese nicht bleiben... Gute Ratschläge, doch einfach trockenes Holz zu nehmen, stießen auf wenig Gegenliebe, denn die vorherigen Regentage hatten nicht nur den Boden durchgeweicht, sie hatten auch kein trockenes Holz hinterlassen. Erst das von Dennis importierte Trockenholz schafte die nötige Lagerfeueratmosphäre, um die liebevoll gekochte Erbsensuppe zu genießen.
Die Suppe war so gut, dass  plötzlich sogar deutlich mehr Esser da waren als vorher Arbeiter unterwegs waren. Insgesamt war es also ein guter Einstieg für dieses Projekt und die erschöpften Jungen Jäger besprachen die ersten Schritte, mit denen es in der nächsten Woche weitergehen sollte.

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